Aktuelles in MenDis-CHD

Stand: 02.10.2018

Aufgrund der weiterhin guten Zusammenarbeit mit unseren Praxispartnern und Praxispartnerinnen in Köln, ist es uns gelungen 285 Patienten zu rekrutieren. Dies liegt weit über unserer bisherigen Soll-Kurve (siehe die Grafik unten). Die Rekrutierung in den Rehabilitationseinrichtungen ist nun abgeschlossen und wir rekrutieren zusätzlich Frauen aus den Rehabilitationseinrichtungen, um unser erklärtes Stichprobenziel zu erreichen (50% der Teilnehmer sollen weiblich sein, um die Geschlechter optimal zu repräsentieren). In den Praxen fehlen uns nur noch einige wenige Teilnehmer. Sollte hier die Rekrutierung abgeschlossen sein, werden wir uns in den Praxen ebenfalls auf die Rekrutierung von Frauen fokussieren. Aktuell wird nun der Rekrutierungsfokus auf die Krankenhäuser gerichtet.

Aus der ersten Zwischenanalyse zeigt sich ein deutlicher Trend, den wir uns vor der Rekrutierung erhofft hatten. Dadurch wurden wir in unseren Annahmen, von der aktuellen Versorgungslage in Köln, bestätigt. Unsere ersten Ergebnisse decken sich mit den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei zeigt sich ein deutlicher psychotherapeutischer und medizinischer Bedarf. Erfreulicherweise konnten wir weiterhin die Patienten erfolgreich an psychotherapeutische Kollegen und Kolleginnen vermitteln, sodass für eine fachgerechte Betreuung gesorgt wird.

Es sind weitere Fokusgruppen in den Rehabilitationskliniken und in den Krankenhäusern gelaufen. Ebenfalls konnten weitere Daten bei Behandlern und Angehörigen von Patienten mit einer KHK erhoben werden. Besonders bei den Angehörigen von Patienten fällt auf, dass sie meist zu wenig in die Behandlung miteinbezogen werden und hier Unsicherheit und Belastungen vorherrschen.

Aktuell werden Triaden von je einem KHK-Patienten, einem Angehörigen und einem Behandler konstruiert, um Interviews durchzuführen. Weiterhin wurde das Studienprotokoll zu MenDis-CHD bei BMC Psychiatry eingereicht. Im Oktober werden wir auf dem Kongress für Versorgungsforschung in Berlin sein und dort unser mixed-methods Untersuchungsdesign im Posterformat vorstellen.

MenDis-CHD Rekrutierungsverlauf: Gegenüberstellung von Rekrutierungssoll und aktuellem Rekrutierungsstand

 

Der qualitative Modulteil befindet sich noch in der Datenerhebungsphase. Eine Fokusgruppe mit Kardiologen eines Akutversorgerkrankenhauses wurde durchgeführt. Eine erste, vorläufige Inhaltsanalyse zeigt, es erfolgt kein Screening auf Depression oder Demenz. Begründet wird dies seitens der Kardiologen damit, dass die von den DRG vorgeschriebene Versorgung nach einem festen Plan geregelt ist. Im Rahmen dieses terminierten Zeitfensters von 5-6 Tagen ist kein Screening auf Depression oder Demenz vorgeschrieben. Weiterhin wurden zwei Fokusgruppen mit Kardiologen, Physiotherapeuten und Psychologen in Rehakliniken durchgeführt. Eine erste Auswertung zeigt, ein einheitliches Screening auf Depression oder Demenz anhand des HADS oder DemTect erfolgt nicht. Die Ärzte entscheiden im Anamnesegespräch, ob und wie sie die Patienten auf mögliche Depressionen ansprechen und an die Psychologen zur psychotherapeutischen Behandlung weiterleiten. Die Einzelinterviews mit Patienten, Angehörigen, ambulanten Behandlern werden derzeit durchgeführt.

 


Stand: 30.07.2018

Aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit mit unseren Praxispartnern und Praxispartnerinnen in Köln, ist es uns möglich gewesen, in den beinahe sechs Monaten Rekrutierungszeit bereits 263 Patienten zu rekrutieren. Dies liegt weit über unserer bisherigen Soll-Kurve (siehe die Grafik am Textende). Gerade die Rekrutierung in den Praxen und Rehabilitationseinrichtungen läuft sehr zügig. In der ersten Rehabilitationseinrichtung können wir vermelden, dass wir dort alle benötigten Patienten untersucht haben und in der zweiten Rehabilitationseinrichtung auch kurz vor dem Ziel stehen. Ebenfalls kommen wir gut und zügig in den Praxen voran, sodass wir auch hier in naher Zukunft unsere gewünschte Anzahl an Patienten erreicht haben. Die entsprechenden Fragebögen wurden der CoRe-Net-Vertrauensstelle übergeben, sodass eine zeitnahe Auswertung und eine Zwischenanalyse der Daten bald möglich ist. Wir konnten bei mehreren Patienten einen psychotherapeutischen Bedarf feststellen, welche sich die Patienten oft schon längst gewünscht hatten. Erfreulicherweise konnten wir die Patienten erfolgreich an psychotherapeutische Kollegen und Kolleginnen weiter vermitteln, sodass für eine fachgerechte Betreuung gesorgt wird.

Erste Fokusgruppen sind nun in den Rehabilitationskliniken und in den Krankenhäusern gelaufen. Ebenfalls konnten erste Daten bei Behandlern und Angehörigen von Patienten mit einer KHK erhoben werden. Besonders bei den Angehörigen von Patienten fällt auf, dass sie meist zu wenig in die Behandlung miteinbezogen werden und hier Unsicherheit und Belastungen vorherrschen.

Aktuell werden Triaden von je einem KHK-Patienten, einem Angehörigen und einem Behandler konstruiert, um Interviews durchzuführen. Weiterhin wurde das Studienprotokoll zu MenDis-CHD bei BMC Psychiatry eingereicht. Im Oktober werden wir auf dem Kongress für Versorgungsforschung in Berlin sein und dort unser mixed-methods Untersuchungsdesign vorstellen.

 

 


Stand: 27.03.2018

Seit Rekrutierungsbeginn im Januar konnten wir mithilfe einer ausgezeichneten Kooperation mit den Praxispartnern in den beinahe drei Monaten Rekrutierungszeit bereits 152 Patienten*innen rekrutieren. Dies liegt weit über unserer bisherigen Soll-Kurve. Gerade die Rekrutierung in den Praxen und Rehabilitationseinrichtungen läuft sehr zügig. Wir planen nun erste Fokusgruppen im April/Mai durchzuführen und sammeln geeignete Gruppen aus Patienten*innen, Angehörigen und Behandlern um ebenfalls bald mit der Durchführung von Interviews zu beginnen.

 

 


Stand: 18.12.2017

Seit dem Projektstart von MenDis-CHD im Februar 2017 konnten wir das Projekt sehr weit voranbringen: Wir haben weitere Methodikdetails der Studie festgelegt und validierte Fragebögen aufgenommen (u.a. zur Patientenzufriedenheit, diagnostische Messinstrumente). In vielen Einzelschritten haben wir Items für Patienten, deren Angehörige und Behandler entworfen, welche sich auf die aktuelle Versorgungslage und Bedarfe, die durchgeführte Diagnostik und Behandlung, den Zugang und die Barrieren zur Versorgung bei KHK-Patienten mit einer begleitenden psychischen Erkrankung oder kognitiven Beeinträchtigung beziehen. Ebenfalls wurden Leitfäden für Interviews und Fokusgruppen entwickelt und ein Patientenschlüssel entworfen, der eine optimale Verteilung auf die verschiedenen Interviewgruppen gewährleisten kann. Für die Interviews wurde weiterhin eine Wegeunfallversicherung abgeschlossen. Gleichzeitig erhielten die Mitarbeiter Schulungen zur ausführlichen Testdiagnostik, um eine validierte Erhebung zu ermöglichen. Dazu nahmen die Mitarbeiter an einem Workshop für qualitative Studien teil, die von Prof. McKee geführt wurde. Dazu ist die Studie mittlerweile beim DRKS registriert. Weiterhin wurden die Teilnehmerinformationen und Einverständniserklärungen erstellt und die Fragebögen finalisiert. Es fanden mehrere Praxispartnertreffen statt, in denen wir unseren Partnern das Projekt und unsere Vorgehensweise näherlegen konnten. Dabei konnten wir individuelle Absprachen treffen, um eine möglichst reibungslose Rekrutierung in den Kliniken und Praxen durchzuführen. Dementsprechend wurde der Projektablauf detailliert geplant, SOPs, Screenings- und Identifikationslogs erstellt. Unser Projekt hat nun Ende September ein positives Votum von der Ethikkommission der medizinischen Fakultät der Uniklinik Köln erhalten.

Aktuell sind wir in der Finalisierung unserer ersten Publikation: einem study protocol. Weitere Publikationen zu unserem Projekt, aber auch gemeinsame Artikel mit OrgValue und der PMV Arbeitsgruppe zur Sekundärdatenanalyse werden bald folgen.

Vor kurzem hat „Köln trifft CoRe-Net“ stattgefunden. Unseren Bericht finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage. Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und hat viele frische und anregende Ideen für zukünftige Projekte eingebracht.

Unser Rekrutierungsstart wird nun in der zweiten Januarwoche 2018 sein!