Aktuelles aus K-APAT

2021

Abgeschlossene Arbeitsbereiche inkl. einer kurzen Ergebniszusammenfassung und Verweis auf neue Veröffentlichungen
Wesentliche Ergebnisse zur Einstellung der Hausärzt*innen bezüglich der APAT wurden aufbereitet und anschaulich in einem Fact Sheet dargestellt, das im Rahmen einer Fokusgruppe diskutiert werden soll.

Aktuelle Prozessabläufe/Vorbereitungen
Die Befragung der Kölner Hausärzt*innen und des Regierungsbezirks werden weiterhin unter Berücksichtigung vieler verschiedener Gesichtspunkte ausgewertet, z.B. die Vorteile als auch Risiken der Therapie.
Derzeit befinden wir uns in den finalen Vorbereitungen der Fokusgruppe, die sich aus niedergelassenen Ärzt*innen und Klinikärzt*innen aus dem Netzwerk Infektiologie zusammensetzt. Pandemiebedingt wird die Fokusgruppe online durchgeführt. Dies machten eine Umplanung und zusätzliche Definition einiger Punkte zur Umsetzung nötig. Die Fokusgruppen folgt noch in diesem Monat im Rahmen eines Netzwerktreffens. Wir sind gespannt auf die Diskussion und freuen uns auf die neuen Erkenntnisse.
Der Patient*inneneinschluss nimmt wieder leicht an Fahrt auf. Außerdem konnten wir mit der Durchführung der qualitativen Patient*inneninterviews fortfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden insgesamt zehn Patient*inneninterviews geführt, die uns interessante und aufschlussreiche Einblicke in die APAT gegeben haben. Wir freuen uns auf weitere Interviews und danken den Patient*innen für die spannenden Einblicke.
Im Rahmen von K-APAT werden verschiedene studentische Qualifikationsarbeiten sowie ein wissenschaftlicher Projektbericht verfasst.  Wir freuen uns über das Interesse von Studierenden am Projekt und den dazugehörigen Themenbereichen.

Ausblick auf Folgeschritte
Im Laufe des Jahres sollen erste Ergebnisse der Hausärzt*innenbefragung auf verschiedenen Kongressen vorgestellt werden. Hierzu werden zeitnah Abstracts zur Einreichung vorbereitet.

2020

1. Abgeschlossene Arbeitsbereiche inkl. einer kurzen Ergebniszusammenfassung und Verweis auf neue Veröffentlichungen
Die Ärzt*innenbefragung der Kölner Hausärzt*innen und die des Regierungsbezirks ist erfolgreich abgeschlossen mit einer Rücklaufquote von 20 %, die unseren Erwartungen entspricht. Die eingegangenen Fragebögen sind eingelesen, der Datensatz ist gelabelt und steht nun zur Analyse bereit. Die Befragung soll beispielsweise Aufschluss über die Einschätzungen der Hausärzt*innen zur Eignung von Patient*innengruppen, über die Risiken und Implementierungsvoraussetzungen der APAT als auch über die Hausarztrolle in dem Kontext der APAT geben.
Inzwischen wurden neun Interviews mit Patient*innen durchgeführt. Damit übersteigt die Anzahl der durchgeführten vertiefenden Patient*inneninterviews das Antragziel. Geplant sind weitere Interviews, um daraus umfangreiche Erkenntnisse für die Studie zu gewinnen. Aus den bisherigen Auswertungen lässt sich auf eine hohe Patient*innenzufriedenheit schließen. Die Masterarbeit zu diesem Arbeitspaket läuft in vollem Gang.

2. Aktuelle Prozessabläufe/Vorbereitungen
Die Daten der Hausärzt*innenbefragung werden derzeit ausgewertet und für eine Veröffentlichung vorbereitet. Zudem werden tiefergehende Analysen im Rahmen einer Masterarbeit durchgeführt.
Der Patient*inneneinschluss über die Uniklinik Köln läuft nach wie vor. Zum Ende des Jahres waren es weniger Patient*innen als im Projektplan erwartet. Durch die Durchführung der Hausärzt*innenbefragung erhoffen wir uns eine größere Bekanntheit des Projekts und damit auch mehr Patient*innen, die die Möglichkeit der ambulanten Therapie wahrnehmen. Insbesondere im Hinblick auf die derzeitige hohe Auslastung der stationären Kapazitäten, kann die APAT sowohl zur Entlastung der Krankenhäuser beitragen als auch zur Zufriedenheit der Patient*innen durch den Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung.

3. Ausblick auf Folgeschritte
Die geplanten Fokusgruppen mussten aufgrund der Regelungen zu den Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie erneut verschoben werden. Geplant sind die Fokusgruppen nun für das zweite Quartal 2021. Die Durchführung der Fokusgruppen erfolgt auf Grundlage der Ergebnisse der Hausärzt*innenbefragung. Die Fokusgruppen sind zusammengesetzt aus Ärzt*innen des ambulanten und stationären Bereichs, welche die aktuelle Versorgungssituation und damit die Relevanz der APAT untersuchen.

Bedingt durch die Corona-Pandemie gab es eine Verschiebung des Patienteneinschlusses durch ambulante Praxen des Netzwerks Infektiologie Köln, die mit unserem Projekt kooperieren. Dieser hat nun gestartet.
Der Einschluss über kooperierende Krankenhäuser neben der Uniklinik Köln kann ebenfalls hoffentlich bald stattfinden. Erfreulich ist, dass der Einschluss über die Uniklinik Köln sehr gut läuft und perspektivisch die planmäßige Patientenzahl in der Studie zum Projektende realistisch erreicht werden kann.

Bereits geführte Patienteninterviews befinden sich weiter in der Auswertung. Zudem werden immer noch weitere Patient*innen interviewt. Auf Basis der Patienteninterviews wird eine Masterarbeit geschrieben, die sich in der Entstehungsphase befindet. Ende August/Anfang September wird die Befragung von Hausärzt*innen im Regierungsbezirk Köln beginnen. Die finalen Vorbereitungen, wie das Zusammenstellen und Packen der Studienunterlagen, befinden sich in den letzten Zügen. Wir werden dafür 1935 Ärzt*innen postalisch mit einem Fragebogen kontaktieren und hoffen auf eine rege Teilnahme. Im Anschluss an die Befragung werden Ende des Jahres 2020 Fokusgruppen mit Ärzt*innen aus dem ambulanten und stationären Bereich stattfinden, die die Befragungsergebnisse diskutieren.

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie konnte das für März geplante Treffen zur Vorbereitung des Patient*inneneinschlusses in den anderen Kliniken des Netzwerks Infektiologie Köln nicht stattfinden. Somit steht der Patient*inneneinschluss in den anderen Krankenhäusern weiterhin aus. Daher freuen wir uns umso mehr, dass der Einschluss in der Uniklinik Köln derzeit weiterlaufen kann und auch die damit verbundene Patient*innenbefragung nach Plan läuft.

Die bereits geführten Einzelinterviews mit Patient*innen wurden transkribiert und die Auswertung hat begonnen. Dazu ist aktuell eine Masterarbeit in Planung.

Die geplanten Fokusgruppen mit Klinikärzt*innen und niedergelassenen Ärzt*innen können ebenfalls derzeit nicht durchgeführt werden. Da die Vorbereitungen, wie die Leitfadenentwicklung, bereits abgeschlossen sind, werden wir die Fokusgruppen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.
Aktuell bereiten wir unsere große Hausarztbefragung vor, mit der wir nach den Sommerferien starten werden. Dazu entwickeln wir derzeit literaturbasiert und angelehnt an die Patient*innenbefragung sowie -interviews einen Fragebogen. Mit der Befragung möchten wir unter anderem die Meinung von Hausärzt*innen zur ambulanten parenteralen Antibiotikatherapie erfassen. Dadurch sollen mögliche Umsetzungshürden, z. B. bei der ambulant-stationären Zusammenarbeit identifiziert werden.

Mit dem Ethikvotum der Ärztekammer Nordrhein haben wir die Voraussetzung dafür erfüllt, dass neben der bereits einschließenden Uniklinik auch in den anderen Krankenhäusern des Netzwerks Infektiologie Köln mit dem Patienteneinschluss gestartet werden kann. Zudem sollen auch niedergelassene Ärzt*innen aus dem Netzwerk die Visiten und die Nachsorge der Patient*innen übernehmen können. Zur Vorbereitung dieses wichtigen Schrittes steht ein Netzwerktreffen an, um das genaue Vorgehen zu besprechen und die beteiligten Projektpartner*innen auf den gleichen Stand zu bringen.

Mit dem Patienteneinschluss in der Uniklinik sind wir sehr zufrieden und freuen uns, dass neben der Infektiologie auch zunehmend andere Fachbereiche auf das Projekt und die Versorgungsform aufmerksam werden. Ebenfalls freuen wir uns darüber, dass die Patientenbefragung gut läuft und der Rücklauf der Fragebögen zufriedenstellend ist. Hier sind wir sehr gespannt auf erste Ergebnisse.

Für die anstehenden Fokusgruppen im Mai mit Klinikärzt*innen und niedergelassenen Ärzt*innen haben wir bereits literaturbasiert einen Leitfaden erstellt. In den Fokusgruppen sollen mögliche Barrieren und Förderfaktoren auf organisatorischer, finanzieller und patientenseitiger Ebene aus Sicht der Ärzt*innen diskutiert werden. Zur weiteren Vorbereitung haben wir mit der Rekrutierung möglicher Teilnehmer*innen begonnen. Zu den Fokusgruppen sind derzeit zwei Masterarbeiten in Planung.

Ausblick
Im Herbst werden wir eine quantitative Befragung aller Hausärzt*innen in Köln durchführen, um die Sichtweise dieser für die Versorgungsform wichtigen Beteiligten zu eruieren. Dazu befinden wir uns derzeit bereits in der Vorbereitung. Wir haben hierfür bereits einen Informationsflyer erstellt. Der Fragebogen wird auf Basis der Ergebnisse aus den Fokusgruppen erarbeitet.


2019

Das Projekt „Ambulante parenterale Antibiotikatherapie in der Metropolregion Köln“ (K-APAT) ist im April 2019 gestartet. Seitdem haben sich einige kleine, aber auch große Schritte ereignet.
Das positive Ethikvotum (Votumsnummer: 19-1284) von der Ethikkommission der Universität zu Köln stellte einen ersten Meilenstein dar. Das Votum ist eine Bestätigung, dass sowohl datenschutzrechtliche als auch ethisch-moralische Aspekte in den Befragungen mit Patient*innen und Versorger*innen berücksichtigt werden.

In den regelmäßig stattfindenden Treffen der Projektmitarbeiter*innen sowie Netzwerktreffen mit den Projektpartner*innen und Studienärzt*innen, wurden hilfreiche Erkenntnisse gewonnen, um das Studiendesign kontinuierlich zu verbessern.

Um Patient*innen und Ärzt*innen über das Projekt zu informieren und die Versorgungsform der ambulanten intravenösen Antibiotikatherapie bekannter zu machen, wurden zielgruppengerechte Flyer gestaltet.

Für die zu drei Zeitpunkten stattfindende Befragung von Patient*innen zu ihrer Zufriedenheit und dem Verlauf der Behandlung, haben wir drei Fragebögen entwickelt. Dazu wurden sowohl validierte Instrumente als auch selbst entwickelte Skalen genutzt. Die Verständlichkeit und Logik der Fragebögen wurden im Rahmen von Presets geprüft und entsprechend überarbeitet.

Im November ist der Patienteneinschluss in der Uniklinik erfolgreich angelaufen, mit dem Ziel, mindestens 120 Patient*innen in die Studie einzuschließen. Zeitgleich ist auch die Befragung gestartet und wir freuen uns über die Fragebögen, die bereits bei uns eingetroffen sind. Die Patient*innen werden vor der Behandlung, während und nach Abschluss der Therapie befragt. Damit sollen umfassende Erfahrungen der Patient*innen in der ambulanten Umgebung bei der Antibiotikatherapie dokumentiert werden, um wichtige Erkenntnisse daraus ziehen zu können.

Außerdem wurde mit der Vorbereitung der qualitativen Evaluation begonnen. Im Rahmen dessen sollen Fokusgruppen mit Klinik- und niedergelassenen Ärzt*innen stattfinden sowie Interviews mit Patient*innen. Für beide Erhebungsformen befinden wir uns derzeit noch in der Leitfadenentwicklung.

Ausblick
Das Ethikvotum der Ärztekammer Nordrhein steht noch aus, welches jedoch zeitnah erwartet wird. Wir freuen uns, K-APAT auf dem CoRe-Net Symposium am 15. Januar 2020 vorstellen zu können und mit Personen aus der Versorgungsforschung und der Versorgungspraxis in den Austausch zu treten.