Aktuelles aus LYOL-C II

2021

Abgeschlossene Arbeitsbereiche inkl. einer kurzen Ergebniszusammenfassung und Verweis auf neue Veröffentlichungen

  • Am 04.11.2020 fand eine Forschungswerkstatt zur Leitfadenbesprechung am Zentrum für Palliativmedizin statt. Hierbei wurden die Umsetzungsaspekte des Interviews sowie Vorschläge zur Gestaltung diskutiert.
  • Das erste Arbeitspaket der Studie umfasst die Modellierung der minimal invasiven Intervention (MINI, bestehend aus der Surprise Question, Supportive and Palliative Care Indicators ToolTM SPICTTM und Question Prompt Sheets). Insgesamt wurden sieben Versorger*innen aus dem medizinischen Setting (ärztliches und pflegerisches Personal) sowie drei Patient*innenvertreter*innen befragt. Hierbei wurden vertiefende Einblicke in die Versorgungslage der Patient*innen im letzten Lebensjahr gewonnen und Einschätzung zu Verbesserungsmöglichkeiten der Identifikation und Versorgung dieser Patient*innengruppe gegeben. Darüber hinaus dienten die Interviews zur vertiefenden Einschätzung der Machbarkeit sowie Implementierungsmöglichkeiten der geplanten Intervention. Die qualitative Befragung wurde am 14.04.2021 abgeschlossen.
  • Im Rahmen der exploratorischen Studie werden zwei ausgewählte Stationen der Uniklinik Köln interventionell begleitet. Hierzu laufen seit Projektbeginn intensive Absprachen mit den Verantwortlichen der jeweiligen Station. Auf diesen Stationen werden insgesamt 72 Patient*innen eingeschlossen und anschließend mit einem Fragebogen im Zeitraum von zwölf Monaten fünf Mal befragt.
  • Zur Prüfung der Umsetzbarkeit sowie Zumutbarkeit der geplanten Datenerhebung wurden Pre-Testungen der Fragebögen mit klinisch Tätigen sowie Patient*innen auf einer Palliativstation durchgeführt.
  • Am 10.03.2021 wurden die Gestaltungsaspekte der Mitarbeitendenbefragung im Rahmen der Forschungswerkstatt des Zentrums für Palliativmedizin diskutiert.
  • Zur Vorstellung der Studie wurde ein Abstract beim diesjährigen DKVF-Kongress eingereicht. Außerdem wurden die Ergebnisse der ersten Förderphase beim EAPC-Kongress eingereicht.

Neue Veröffentlichung
Kasdorf, A., Dust, G., Vennedey, V., Rietz, C., Polidori, M.C., Voltz, R., Strupp, J.; on behalf of the CoRe‑Net (2021). What are the risk factors for avoidable transitions in the last year of life? A qualitative exploration of professionals’ perspectives for improving care in Germany.  BMC Health Serv Res, 21(147). DOI: 10.1186/s12913-021-06138-4 .

Aktuelle Prozessabläufe

  • Offizieller Start der Patient*inneneinschlüsse für die Kontrollphase auf der teilnehmenden Uniklinik-Station
  • Konkretisieren des Implementierungskonzepts der Intervention sowie Überarbeitung der Question Prompt Sheets auf Basis der qualitativen Interviewauswertung

Publikationen in Vorbereitung

  • Strupp, J., Kasdorf, A., Dust, G., Hower, K., Seibert, M., Werner, B., Kuntz, L., Schulz-Nieswandt, F., Meyer, I., Pfaff, H., Hellmich, M., Voltz, R., on behalf of CoRe-Net (under review by BMJ Open) Last Year of Life Study Cologne (LYOL-C) (Part II): Study protocol of a prospective interventional mixed-methods study with two arms and a pre-post design in acute hospitals to analyse the implementation of a trigger question combined with patient question prompt sheets to optimise patient-centered care
  • Schippel, N., Dust, G., von Reeken, C., Voltz, R., Strupp, J., Rietz, C., on behalf of CoRe-Net (under review by Palliative & Supportive Care) What do care transitions in the last year of life mean to patients and relatives? An explanatory sequential mixed-methods study.
  • Knop, J., Dust, G., Kasdorf, A., Rietz, C., Schippel, N., Strupp, J., Voltz, R., on behalf of CoRe-Net (in preparation) Unsolved problems and unwanted decision-making in the last year of life: A qualitative analysis of comments from bereaved caregivers.

Ausblick auf Folgeschritte

  • Erstellung eines finalen Implementierungskonzepts und des MINI-Workshops, Finalisieren der Question Prompt Sheets
  • Durchführung der Datenerhebung in der Kontrollphase, Vorbereitung der Interventionsphase
  • Vorbereitung der Mitarbeitendenbefragung

2020

Abgeschlossene Arbeitsbereiche inkl. einer kurzen Ergebniszusammenfassung und Verweis auf neue Veröffentlichungen
Im November hat das Projekt LYOL-C II ein positives Votum der Ethikkommission erhalten. Die Zeit der Evaluation des Ethikantrags wurde zur Vorbereitung der ersten Arbeitspakete des Projekts genutzt, insbesondere bezüglich der qualitativen Interviews. Hierzu wurden in enger Kooperation mit dem Projekt OrgValue II Interview-Leitfäden sowie Prototypen des für die Intervention vorgesehenen Materials erstellt. Auch fand hierzu eine Forschungswerkstatt am Zentrum für Palliativmedizin statt. Rekrutiert werden Versorger*innen, die an der Versorgung von Menschen im letzten Lebensjahr beteiligt sind sowie Patient*innenvertreter*innen. Darüber hinaus hat unsere Intervention einen neuen Namen erhalten – um dem „minimal invasivem“ Charakter der Intervention Rechnung zu tragen, wurde sie auf den Namen „MINI – Minimal INvasive Intervention“ getauft. Aktuell wird ein Studienprotokoll der Studie zur Veröffentlichung vorbereitet. Wir freuen uns des Weiteren, Leonie Weyres als Teil unseres Teams begrüßen zu dürfen. Sie wird uns ab dem 01.01.2021 als Study Nurse bei der praktischen Durchführung der Studie unterstützen. Auch freuen wir uns über die tatkräftige Unterstützung von Buket-Dilara Cinar, welche unser Team als SHK seit November 2020 unterstützt.

Neue Veröffentlichung
Voltz, R., Dust, G., Schippel, N., Hamacher, S., Payne, S., Scholten, N., Pfaff, H., Rietz, C., Strupp, J.; on behalf of The CoRe‑Net Co‑applicants (2020). Improving regional care in the last year of life by setting up a pragmatic evidence-based Plan–Do–Study–Act cycle: results from a cross-sectional survey. BMJ Open;10:e035988.

Aktuelle Prozessabläufe/Vorbereitungen
Mit dem vorläufigen positiven Votum der Ethikkommission können wir nun mit der Rekrutierung der Interviewpartner*innen für die qualitativen Interviews beginnen, welche den ersten Teil des Projekts darstellen. In diesen werden wir uns mit Patient*innenvertreter*innen und Expert*innen für die krankenhäusliche Versorgung über mögliche Implementierungsbarrieren unserer geplanten Intervention austauschen. Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie werden die Interviews nicht im Format von Fokusgruppen, sondern als Einzelinterviews im Online-Format stattfinden. Bei Interesse an einem etwa einstündigen Interview besteht die Möglichkeit, sich direkt bei unseren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen zu melden: letztes-lebensjahr@uk-koeln.de
Weiterhin laufen derzeit Gespräche mit Vertreter*innen interessierter Stationen der Uniklinik Köln über eine Teilnahme am Projekt. Die Erstellung der Fragebögen zur Evaluation der Intervention befindet sich in den letzten Zügen und wird in Kooperation des Projekts LYOL-C II und der PMV Forschungsgruppe erarbeitet. Die Erhebungsmaterialien der Patient*innen- und Nahestehendenbefragung wurden in enger Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten finalisiert, ein klinischer Pre-Test steht noch aus.

Ausblick auf Folgeschritte
Zu Beginn des neuen Jahres 2021 werden die ersten Datenerhebungen in Form qualitativer Expert*inneninterviews erfolgen. Auf deren Grundlage wird die Intervention kritisch in Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit und insbesondere auf mögliche Barrieren in der Implementierung hin untersucht, um anschließend eine möglichst praxisnahe Umsetzung zu ermöglichen. Weiterhin ist die Rekrutierung der Kontrollgruppe für das zweite Quartal des Jahres 2021 geplant. Die Implementierung der Intervention auf ausgewählten Stationen der Uniklinik Köln ist im Herbst der Jahres 2021 geplant.

Abgeschlossene Arbeitsbereiche inkl. einer kurzen Ergebniszusammenfassung und Verweis auf neue Veröffentlichungen:
Am 26.06.2020 fand eine virtuelle Praxispartnerveranstaltung zur Präsentation der bisherigen Projektergebnisse aus LYOL-C I statt. Die Teilnehmenden erhielten zudem einen Einblick in die zweite Projektphase und konnten ihre Wünsche und Anregungen für das neue Projekt kommunizieren. Ein Votum für die LYOL-C-II-Studie wurde im August bei der Ethikkommission der Uniklinik Köln beantragt. Hierfür standen die einzelnen Projektpartner*innen im engen Austausch. Auch fanden im Vorfeld Konsultationen mit dem Datenschutzbeauftragten der Universität zu Köln sowie mit der Leitung der Ethikkommission statt. Das Projekt wurde vorläufig beim German Clinical Trials (DRKS) registriert und wird dort veröffentlicht, sobald das positive Votum der Ethikkommission vorliegt.

Neue Veröffentlichung:
LYOL-C (2020). Factsheet: Das letzte Lebensjahr in Köln. Köln: Veröffentlichungsreihe des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln.

Aktuelle Prozessabläufe/Vorbereitungen:
Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Wiesbaden ist das Projekt LYOL-C-I mit einem Vortrag und einem Poster vertreten. Präsentiert werden Ergebnisse zu Unterschieden zwischen Patient*innen mit einer Tumor- und Nicht-Tumor-Erkrankung bezogen auf eine Versorgung im letzten Lebensjahr. Diese Ergebnisse werden zurzeit auch im Rahmen von zwei Veröffentlichungen aufbereitet. Aktuell findet die Vorbereitung der Intervention für LYOL-C II statt. Auch läuft eine Zusammenstellung der Studienmaterialien für die einzelnen Arbeitspakete. Darüber hinaus ist eine Veröffentlichung des Studienprotokolls bei einem Open Access Journal geplant. Zurzeit befinden sich drei wissenschaftliche Publikationen aus der ersten Förderphase in einem Review-Verfahren.

Ausblick auf Folgeschritte:
Das erste praktische Arbeitspaket der Studie wird sein, eine Fokusgruppendiskussion/ individuelle Interviews mit Patient*innenvertreter*innen sowie Expert*innen aus der Versorgung zu führen, um die Implementierungsdetails der Intervention zu diskutieren. Anhand der daraus resultierenden Ergebnisse wird eine Intervention konzipiert, welche im nächsten Schritt auf ausgewählten Stationen der Uniklinik angewendet wird. Damit diese Intervention möglichst praxisnah gestaltet und praxisgerecht in die krankenhäusliche Versorgung implementiert werden kann, werden Expert*innen diverser Versorgungssettings sowie Patient*innenvertreter*innen gesucht, um sich im Rahmen einer qualitativen Befragung mit uns auszutauschen. Die Datenerhebung ist für Herbst 2020 geplant. Bei Interesse an einem Interview oder Teilnahme an einer Fokusgruppe, besteht die Möglichkeit, sich direkt bei Alina Kasdorf zu melden: letztes-lebensjahr@uk-koeln.de

Abgeschlossene Arbeitsbereiche inkl. einer kurzen Ergebniszusammenfassung und Verweis auf neue Veröffentlichungen:
Nach der erfolgreichen Durchführung aller im Projektplan vorgesehener Meilensteine konnte das Projekt LYOL-C zum 30.4.2020 abgeschlossen werden. Zurzeit befinden sich drei wissenschaftliche Publikationen aus der ersten Phase im Review-Verfahren. Die für den 26.03.2020 geplante Praxispartnerveranstaltung, die als Auftakt für die LYOL-C-II-planung angedacht war, musste aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit leider verschoben werden.

Aktuelle Prozessabläufe/Vorbereitungen:
Das Teilprojekt LYOL-C- II (Tailoring & impact of the trigger question-based Gold Standards Framework combined with Patient Question Prompt Sheets to deliver patient-centered care in hospitals) ist ein Folgeprojekt der Studie “Letztes Lebensjahr in Köln – LYOL-C”. LYOL-C-II hat zum Ziel, eine patientenzentrierte Versorgung im Krankenhaus sowie Erhöhung des Patientennutzens („value“) im letzten Lebensjahr durch eine minimal invasive Intervention zu ermöglichen. Dabei wird mithilfe des in Großbritannien etablierten Gold Standard Frameworks ein Konzept entwickelt, welches dabei helfen soll, Patientinnen und Patienten frühzeitiger zu identifizieren, die sich in ihrem letzten Lebensjahr befinden und dadurch einen höheren Versorgungs– und Unterstützungsbedarf haben. Zusätzlich werden im Rahmen dieser Studie Checklisten für Patient*innen entwickelt, die dabei helfen sollen, Gespräche mit z.B. Ärzt*innen besser für sich zu gestalten und somit den Informationsfluss zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass diese Art der Intervention helfen kann, die Versorgung für alle Beteiligten zu optimieren.

Ausblick auf Folgeschritte:
Das erste Projektjahr ist für die Konzeption der Intervention angedacht, die in Kooperation mit OrgValue und dem Lehrstuhl für die Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung geplant ist. Der erste Meilenstein wird es sein, ein positives Votum der Ethikkommission der Uniklinik einzuholen, um datenschutzrechtliche sowie ethisch-moralische Aspekte unserer geplanten Intervention zu gewährleisten. Hierzu werden zahlreiche Informationsmaterialien zur Rekrutierung der Patient*innen erstellt sowie Materialien zur Konzeption der Intervention im Rahmen von Fokusgruppen vorbereitet. Parallel hierzu ist die Anfertigung eines Studienprotokolls geplant.